Abmahnung eBay

Ein Verkauf der Waren auf der Internetplattform eBay ist noch immer ein beliebter Vertriebsweg. Aus der ehemaligen Auktionsplattform für private Anbieter ist nunmehr eine große Handelsplattform für Gewerbetreibende geworden. Viele Unternehmen nutzen die Plattform eBay als Einstieg in die gewerbliche Tätigkeit oder betreiben dort neben ihrem Online-Shop noch einen eigenen eBay-Shop, um sich somit einen weiteren Vertriebskanal zu beschaffen.

Abmahnungen bei eBay gibt es aus vielen Gründen

Auf Grund des dicht umkämpften Marktes sind Abmahnungen bei eBay nicht gerade selten. Abmahnungen bei eBay stützen sich auf die unterschiedlichsten Gründe. Angefangen bei Markenrechtsverletzungen, Urheberrechtsverletzungen (bspw. Bilderklau oder Kopieren der Artikelbeschreibungen) bis hin zu Wettbewerbsverletzungen.

Häufige Abmahnungen bei eBay betreffen die rechtlichen Informationen zum Anbieter, die Informationen zum Widerrufsrecht und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Kaum ein Händler beachtet alle Vorgaben

In dem heutigen Dschungel der Vorschriften gibt es kaum Händler, die es ohne rechtliche Hilfe schaffen, alle gesetzlichen Vorgaben bei dem Verkauf ihrer Waren auf der Internetplattform eBay einzuhalten. Und schon droht eine Abmahnung.  Wer kennt denn schon die Preisgangabenverordnung mit der Pflicht zur Grundpreisangabe, die Online-Streitbeilegung, die Pflicht zum Hinweis auf die gesetzliche Gewährleistung, den Hinweis zur Berichtigung von Eingabefehlern vor der Bestellung usw.?

Zu diesen allgemeinen Vorschriften kommen häufig noch spezielle Informationspflichten je nach Art der Waren, die verkauft werden, auf den Händler zu.

Risiko für alle gleich hoch?

Nach unserer Erfahrung gibt es einige Produktgruppen, in denen Abmahnungen auf eBay sehr häufig sind, während andere eher „ruhig“ gehalten werden. Einen besonders harten Kampf scheint es nach unserer Erfahrung auf dem Gebiet der Textilien, der Spielzeuge und der Elektronik zu geben. Hier sind Abmahnungen bei eBay besonders häufig anzutreffen.

Aber auch in anderen Branchen flattern eBay-Händlern Abmahnungen ins Haus. Gerade wenn Gesetzesänderungen oder neue Urteile in Kraft treten, beginnt häufig eine neue Abmahnwelle.

Was man tun kann

Am Besten ist es natürlich, seinen eBay-Auftritt von vorneherein so zu gestalten, dass es gar nicht erst zu einer Abmahnung kommt. Mit einem Handlungs-Leitfaden von uns, eigenen AGB und der richtigen Widerrufsbelehrung kann kaum etwas schief gehen. Zudem sollte man sich immer auf dem Laufenden halten, um bei zukünftigen Änderungen in der Gesetzgebung oder Rechtsprechung rechtzeitig reagieren und Abmahnungen vermeiden zu können.

Abmahnung erhalten

Wenn Sie eine Abmahnung für Ihren eBay-Auftritt erhalten haben, müssen Sie nicht gleich verzweifeln. Lassen Sie die Abmahnung auf ihre Rechtmäßigkeit prüfen. Geben Sie vor allem nie ungeprüft eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ab. Dies kann in der Zukunft weitreichende Folgen haben. Manchmal gibt es auch Angriffs- und Verteidigungsmittel bei einer Abmahnung und manchmal kann man zumindest in Bezug auf die Höhe der mutmaßlichen Ansprüche verhandeln. Es lohnt sich also auf jeden Fall, einen qualifizierten rechtlichen Rat einzuholen.

Wichtig ist auch, dass Sie nach einer Abmahnung Ihr Verhalten für die Zukunft anpassen, da Sie anderenfalls Gefahr laufen, Vertragsstrafen zahlen zu müssen.

Ausblick

Wenn Sie also eine Abmahnung für eBay vermeiden wollen oder aber auch wenn Sie eine Abmahnung erhalten haben, wir sind für Sie da. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen Fehler zu vermeiden.

Autorin: Beatriz Loos