Datenschutz – keiner mag es – jeder muss

Datenschutz ist in der heutigen Zeit ein Thema, das immer mehr aufkommt. Sensibilisiert durch Horrormeldungen in Bezug auf NSA oder andere Dienste, werden insbesondere Verbraucher immer mehr verunsichert, was mit ihren Daten geschieht. Bei manchen führt dies zu einer „mir doch egal, ich hab nix zu verbergen“ Haltung, viele andere werden immer sensibler und achtsamer im Umgang mit ihren Daten. Das spüren auch und vor allem Unternehmen, mit denen diese Personen dann in Kontakt treten. Hinzu kommen immer mehr „Prüfungswellen“ der Landesdatenschutzbehörden (oft mit dem Ergebnis zahlreicher Bußgeldbescheide), die nicht nur große, sondern auch kleinere Betriebe erfassen. Oftmals werden die Behörden vor allem dann tätig, wenn sich Verbraucher über ein Unternehmen beschweren, was aus unserer Erfahrung immer häufiger passiert.

Ist Datenschutz auch für mein Unternehmen relevant?

Hierauf gibt es eine für Juristen sehr ungewöhnlich klare Antwort: JA! Ein Unternehmen, welches absolut keine personenbezogenen Daten verarbeitet, ist uns in über 10 Jahren, in denen wir als Anwälte im Datenschutz tätig sind, noch nicht untergekommen. Denn selbst wenn Sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet sind, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, ändert dies nichts an Ihren Verpflichtungen, welche Ihnen durch die relevanten Datenschutzgesetze auferlegt werden. Ein Anwalt / eine Anwältin für Datenschutzrecht kann Sie hierbei beratend unterstützen. Dies fängt an bei der Frage, welche Daten Sie überhaupt speichern dürfen, was Sie mit diesen machen dürfen, wann Sie diese löschen müssen und setzt sich oft in wettbewerbsrechtliche Themen fort, wenn die Frage aufkommt, was Sie aus wettbewerbsrechtlicher Sicht mit den Daten anfangen können. Sie sehen also, ein reiner Datenschutzbeauftragter kann (und darf) an dieser Stelle nicht immer zu 100 % zielführend weiterhelfen. 

In welchen Bereichen kann es Probleme geben?

In der Regel denken die meisten Shopbetreiber und/oder Betreiber von innovativen Webseiten nur (wenn überhaupt) an die Daten der User. Dies ist natürlich richtig und wichtig. Da hört es aber lange nicht auf: Auch wenn man nur einen oder zwei Mitarbeiter beschäftigt, muss man sich in Bezug auf diese Daten korrekt verhalten. Auch bei Lieferanten oder Geschäftspartnern können durchaus datenschutzrechtliche Aspekte relevant sein. Bei einem kleinen Unternehmen wird sich Ihre Investition für einen Anwalt / eine Anwältin für Datenschutzrecht in der Regel sehr im Rahmen halten, weswegen sich das Risiko, welches Sie ohne entsprechende Beratung eingehen, nicht lohnt.

Gerne beraten wir Sie als Ihr Anwalt / Ihre Anwältin für Datenschutzrecht. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Autor: Holger Loos