Wird Facebook künftig Gedanken lesen?


Es mag zunächst sehr unrealistisch klingen, aber Facebook plant etwas höchst innovatives: Das weltweit größte Soziale Netzwerk will Menschen via Gedankenübertragung Online-Texte verfassen lassen. Konkret geht es beispielsweise darum, Freunden eine Textnachricht zu senden, ohne dafür das Smartphone zur Hand nehmen zu müssen. Angedacht sind bis zu 100 Wörter pro Minute.

Gehirnaktivitäten sollen ausgewertet werden

Möglich machen soll dies eine neue Technik zur Auswertung von Gehirnströmen. Implantierte Elektroden im Gehirn erkennen nach aktuellen Forschungen die Aktivität von Neuronen, wenn die Person einen bestimmten Buchstaben eintippen wolle. Für den Massengebrauch seien die Implantate jedoch eher ungeeignet. Stattdessen arbeitet ein Team aus 60 Forschern bei Facebook an einer neuen Technologie: Hierbei sollen höchst sensible Sensoren auf der Kopfoberfläche platziert werden, die die Gehirnaktivität mehrere hunderttausend Mal pro Sekunde genauestens überwachen.

Auch sprachenübergreifende Kommunikation ist geplant

Wagt man einen Blick in die fernere Zukunft, sollen die „gedachten Worte“ nicht mehr nur durch die einzelnen Buchstaben gebildet werden, sondern ein Gedanke an das Wort an sich soll von der Technologie erfasst werden können. Vorteilhaft erscheint hierbei, dass eine sprachenübergreifende Kommunikation ermöglicht wird. Denkt ein Nutzer beispielsweise an ein bestimmtes Wort in seiner Sprache, so erscheint das Wort auf dem Endgerät des anderen Nutzers in dessen Sprache. Somit ist eine unkomplizierte Kommunikation möglich, ohne hierbei der jeweiligen Sprache mächtig zu sein.

Neben Facebook planen auch andere Unternehmen ähnliche Projekte

Facebook betont hierbei, dass es nicht darum ginge wahllos die Gedanken der Nutzer zu lesen und zu erfassen, denn hierzu habe niemand das Recht. Menschen hätten viele Gedanken und nur diejenigen, von denen sie beschließen sie mit anderen zu teilen, würden von der Technologie erfasst. Konkret sind das jene Gedanken, die an das Sprachenzentrum des Gehirns weitergeleitet würden.

Facebook ist mit seinen innovativen Zukunftsplänen jedoch keinesfalls allein. Auch andere Experten und Konzerne der IT-Branche halten künstliches Nervengewebe, das mit Computern verbunden wird für eine wichtige Zukunftstechnologie.

Neben dem Projekt des Gedankenlesens investiert Facebook auch weiterhin in Virtual Reality.

Inwieweit und wie schnell sich die Kommunikation über Gedanken künftig durchsetzen wird, wird sich weisen. Dennoch handelt es sich hierbei um ein höchst futuristisches Projekt; es bleibt spannend.

 

Autorin: Vivian Hartung

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